75 Modelle aus 20 Jahren kadawittfeldarchitektur

News

20. Januar 2024
Umdenken. Umsetzen

Vortrag von Jasna Moritz beim Seminar „Nachhaltig planen und bauen“ – Regulatorik und Lösungen zur Nachhaltigkeitsberechnung und Zirkularität am 01. Februar 2024 im Schüco Showroom in Frankfurt am Main.

Eine der großen Herausforderungen dieser Zeit ist das Erreichen von Klimaneutralität im Gebäudesektor. Die Bauwirtschaft hat die Aufgabe, den ambitionierten Vorgaben der Politik zu entsprechen und die CO2-Emissionen, die beim Bau, Betrieb und Rückbau von Gebäuden entstehen, auf null zu setzen. Die Steuerung dieses Prozesses und damit die Einhaltung komplexer Regularien und Zertifizierungen ist jedoch nur schwer mit der Situation der am Bau Beteiligten in Einklang zu bringen. Sowohl für Investoren und Projektentwickler als auch für Planungs- und Architekturbüros wird es immer herausfordernder, sich in der Menge der Anforderungen und Vorgaben zu orientieren.

Neben Jasna Moritz, kadawittfeldarchitektur, sprechen Dr. Peter Mösle, EPEA GmbH und Drees & Sommer SE, Dr. Kati Herzog, Goldbeck GmbH und Thomas Schlenker, Schüco International KG, über ihre Erfahrungen und zeigen Best Practice Beispiele. Im Anschluss daran findet eine Paneldiskussion mit allen Vortragenden statt.

Weitere Informationen auf der Veranstaltungs-Webseite.

Foto: ©Nikolai Benner

19. Januar 2024
Der Rohbau der neuen Firmenzentrale Hoffmann SE

mit seinen zweigeschossigen Arkaden und den spielerisch unregelmäßig angeordneten, schlanken Stützen zeigt schon jetzt eine fantastische Wirkung!

Der Gebäudekomplex entsteht in unmittelbarer Nähe des zukünftigen Stadtteilzentrums Freiham bei München und wird neben einem Innovationszentrum für Produktentwicklungen und umfangreichen Flächen für eine Kundenerlebniswelt Arbeitsplätze für rund 1.250 Mitarbeiter beherbergen. Der polygonale Baukörper rund um einen grünen Innenhof bildet als städtebaulich markanten Hochpunkt einen Turm aus, an dem auch der Haupteingang situiert ist. Die Fassade aus schlanken Keramikelementen und Gläsern unterstreicht die Vertikalität des Gebäudes. Der vielfältig nutzbare, terrassierte Hof dient der Wasserretention mit positiven Effekten auf die Biodiversität und das Mikroklima.

Das Projekt geht aus einem Wettbewerb hervor, den wir gemeinsam mit Auböck + Karaz Landschaftsarchitekten gewonnen haben. Ausgelobt wurde er von der Projektgesellschaft Projekt Bodenseestraße GmbH & Co. KG mit Unterstützung der Büschl Unternehmensgruppe und in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.kadawittfeldarchitektur.de/projekt/hoffmann/

posted by
Lars Junold
12. Januar 2024
Aachen klimaneutral 2030 – wir sind dabei!

Als Rahmenvertragspartner unterstützt kadawittfeldarchitektur die Stadt Aachen bei ihrem Ziel bis 2030 klimaneutral zu werden. Unser Commitment beinhaltet eigene Maßnahmen aus den Sektoren betriebliche Mobilität, Beschaffung/Dienstleistungen und Energie, zudem sind wir Botschafter:in für eine klimagerechtere Bauindustrie.

Im April 2022 wurde Aachen von der EU-Kommission als eine von neun deutschen Städten für die EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ ausgewählt. Ziel ist es, die Emissionen von verhaltensbedingten Treibhausgasen zu verringern. Dazu setzen die Städte Maßnahmen für saubere Mobilität, Energieeffizienz und grüne Stadtplanung um und binden alle Interessengruppen mit ein. Aachen ist zudem eine von drei Modellstädten, die eine Vorreiterrolle übernehmen.

Homepage News:
Weitere Infos für alle Interessierten: https://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/energie/Klimaneutrales-Aachen/index.html

Foto: ©Jens Kirchner

1. Januar 2024
die zukunft formen - frohe weihnachten und ein glückliches neues jahr 2024

„hanf premium plus“ – das klingt nach einem guten rausch. man tut der schnell­wachsenden pflanze aber unrecht, wenn man sie auf diese wirkung reduziert. denn von 1000 vor christi bis in die mitte des 19. Jahr­hunderts hinein war hanf die am häufigsten angebaute nutzpflanze weltweit. man fertigt kleidung daraus, segeltuch und auch papier: die 42-zeilige gutenberg-bibel wurde auf hanf gedruckt und levi strauss nähte aus hanf die erste jeans. zudem lassen sich die samen der pflanze essen, sie sind proteinreich, enthalten eine ganze reihe an vitaminen sowie reichlich ungesättigte fettsäuren.

heute bestimmt der jewei­lige thc-gehalt darüber, ob eine hanf-pflanze unter das betäubungsmittelgesetz fällt oder eine landwirt­schaftliche kultur ist, aus der sich etwa seile winden lassen. das tauwerk aus hanf ist dehnungsarm, reiß- und scheuerfest, unbestän­dig gegen starke säuren – toll! wie gerne würden wir diese eigenschaften auf andere produkte übertragen. auch zum dämmen ist hanf geeignet. das foto zeigt keinen synthetischen sondermüll, der nach dem abriss eines gebäudes die umwelt belastet, sondern ein natürliches produkt, das erstens nachwächst und zweitens sich selbst wiederauflöst, wenn man es kompostiert.

und es gibt noch mehr vorteile von hanf als baustoff: bei der herstellung wird wenig wasser verbraucht, co₂ gebunden, und der anbau kann ohne pestizide erfolgen, weil die pflanze gegen schädlinge resistent ist. eine dämmung aus hanf lässt häuser natürlich atmen, indem die feuchte durch die fasern abgeführt wird. gleichzeitig bietet sie einen hervorragenden schutz vor sommerlicher hitze, hat einen sehr guten schall­schutzwert und kann ohne schutzkleidung verarbeitet werden – warum eigentlich wird nicht überall mit sol­chen schlauen materialien gearbeitet? verstehen sie diese post also bitte glei­chermaßen als neujahrsgruß und als aufklärungskarte darüber, wie wir planen und bauen wollen: ökologisch orientiert, nachhaltig und sinnvoll. und mit baustoffen, die nicht nur intelligent sind, sondern auch schön. so wie die gebäude, die wir für sie planen.

 

ein beglückendes neues jahr wünscht ihnen

kadawittfeldarchitektur

 

foto: hans hansen