Projekte

LVR-Haus am Ottoplatz

Mit den Nachbarn
gemeinsame Sache machen

Typologie Büro und Verwaltung Ort Köln Bauvolumen BGF 49.100 m², BRI 198.600 m³ Bauherr Landschaftsverband Rheinland (LVR) Architektur kadawittfeldarchitektur Planung ab 2018 Realisierung ab 2024 Wettbewerb 2017 – 1. Preis, Verhandlungsverfahren nach VgV – 1. Preis Zertifizierungsziel DGNB Platin

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#Neubau eines Büro- und Verwaltungsgebäudes mit Tiefgarage für den Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Ottoplatz in Köln-Deutz

Der Neubau übersetzt den Geist des LVR in gebaute Struktur. Soziale Verantwortung und Teilhabe manifestieren sich in einem kreislauffähigen, nachhaltigen Gebäude, das den öffentlichen Raum bis in sein Inneres fließen lässt.

Strukturell eingebunden in seine Umgebung ergänzt und fasst das LVR-Haus den öffentlichen Platz des Deutzer Bahnhofs vis-à-vis.

Der weithin sichtbare Gebäudekomplex vereint die bisherigen in Köln-Deutz verteilten sieben Standorte des LVR. Er besteht aus einem 18-geschossigen Hochhaus und einer daran anschließenden fünf- bis sechsgeschossigen Mantelbebauung, insgesamt entstehen 1.200 Arbeitsplätze.

Das Volumen und die Kontur des Neubaus fügen sich differenziert in die unmittelbare Umgebung ein und halten durch den Vorplatz respektvollen Abstand zum gegenüberliegenden denkmalgeschützten Deutzer Bahnhof. Der Hochpunkt des Gebäudekomplexes rückt vis-à-vis zum benachbarten Triangle-Tower an der westlichen Seitenkante des Bahnhofs nach vorne und sorgt für eine angenehme Fassung des Straßen- und Platzraumes. Mit Gastronomieangebot im Sockelbereich wendet sich das Haus dem Ottoplatz zu und unterstützt damit dessen stadträumliche Qualitäten.

Das LVR-Haus stellt mit seinen Gebäudefluchten, mit Vor- und Rücksprüngen vielfältige Bezüge zur unmittelbaren Nachbarschaft her und reagiert auf die Gebäudehöhen der umliegenden Bebauung. Auch wenn sich Volumen und Konturen differenziert in die unmittelbare Umgebung einbetten, präsentiert sich das Ensemble, das verschiedene Standorte des LVR am neuen Standort bündelt, ganz bewusst als ‚Ein Haus‘.

Das Gebäudeensemble definiert mit Turm und Mantelbebauung klare Kanten, die den Ottoplatz räumlich fassen. Dabei schützt die vorspringende Hochhausscheibe in westlicher Richtung den Haupteingang vor dem Verkehr der frequentierten Opladener Straße. Im Dialog mit dem gegenüberliegenden Deutzer Bahnhof entsteht ein öffentlicher Stadtraum, der zum repräsentativen Vorplatz des LVR wird.

Die Magistrale verbindet eine Folge von Plätzen unterschiedlicher Qualitäten. Sie führt vom urbanen Vorplatz über das kommunikative, mehrgeschossige Atrium bis hin zur grünen Oase im Innenhof.

©kadawittfeldarchitektur

Ein offenes Haus: Das großzügige 6-geschossige Atrium bildet das kommunikative Herz des LVR-Hauses. Es lädt Nutzende und Besucher:innen gleichermaßen zum Verweilen und Austausch ein.

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Erdgeschoss mit Atrium und begrüntem Vorplatz.

Schnitt mit 6 geschossigem-Atrium

©kadawittfeldarchitektur

Im 1.OG geht das Atrium in den Seminarbereich über.

Das Atrium ist das gemeinschaftliche, kommunikative Herz des Hauses, informeller Begegnungsort und Willkommensgeste zugleich. Hier setzt die Magistrale an, die als zentrales, strukturierendes Element dient. Sie schafft Orientierung und verbindet als lichtdurchflutetes Raumkontinuum den Haupteingang mit dem Hochhaus, dem östlichen Eingang und dem Innenhof im ersten Obergeschoss. Schon beim Betreten des großzügigen Foyers erschließt sich das Haus und seine klare Organisationsstruktur auf einen Blick. Alle öffentlichkeitsrelevanten Nutzungen und abteilungsübergreifend genutzten Bereiche gruppieren sich ringförmig um die zentrale Achse und den begrünten Innenhof.

Schnitt mit Innenhof und Atrium

©Greenbox

Der begrünte Innenhof lädt zum Verweilen ein, verbessert zugleich das Mikroklima, bietet Raum für Biodiversität und sorgt für eine sommerliche Verschattung der Fassaden. Die Planung stammt von GREENBOX Landschaftsarchitekten.

Offene, kommunikative Bürolandschaft im Inneren.

Den Bürolandschaften liegt das Konzept des aktivitätsbasierten Arbeitens zugrunde. Die Arbeitswelten gruppieren sich jeweils um eine zentrale Kommunikationszone. In diesem hochwertig gestalteten Bereich befinden sich alle teamübergreifend genutzten Besprechungsräume, Teeküche und Lounge. Den Mitarbeitenden stehen verschiedene Arbeitsorte sowohl zur individuellen und konzentrierten Arbeit als auch für den Austausch im Team zur Verfügung. Das breite Angebot unterschiedlicher Arbeitsplätze erlaubt sowohl Arbeiten im Multispace, in exklusiven Zonen für kleinere und größere Projektteams, in Stillarbeitszonen, im Einzelbüro oder auch an der frischen Luft.

Landschaftsarchitektur

Qualitätvolle Räume für Menschen zu schaffen, ist auch Ziel der Freiraumplanung von GREENBOX Landschaftsarchitekten. Aufgrund der räumlichen und thematischen Nähe des LVR zum Rhein finden geologische Strukturen der Niederterrassen eine Entsprechung im Formenkanon der Außenanlagen. Weiche fließende Formen prägen die Gestaltung von Vorplatz, Innenhof und Dachgärten. An die Auenlandschaften der Rheinebene angelehnt, können diese als Außenarbeitsplätze oder Orte für Pausen und Begegnung genutzt werden.

©Greenbox

Das Freiraumkonzept von GREENBOX Landschaftsarchitekten greift die Strukturen der Niederterrrassen des Rheins auf.

©Greenbox

Die Dachlandschaft auf den Mantelgebäuden lädt zur Pause im Grünen ein, oder auch zum Arbeiten.

Ein grünes Haus – Nachhaltigkeitsaspekte

Nachhaltigkeitsaspekte: Verwendung nachhaltiger + ökologischer Materialien, integriertes Wassermanagement, nachhaltige Mobilität, Einsatz von Recyclingbeton, Erstellung eines Material Passports, Dach- und Innenhofbegrünung.

Der Neubau des LVR-Hauses folgt dem Cradle to Cradle (C2C)-Prinzip. Das Gebäude wurde so geplant, dass möglichst alle eingesetzten Materialien nach ihrer Nutzung sortenrein getrennt, wiederverwendet oder in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Ziel des C2C-Prinzips ist ein durchgängiger Materialkreislauf ohne Abfall.

Kriterien für die Wahl der im Neubau verwendeten Materialien und Baustoffe sind nachwachsende Rohstoffe, Langlebigkeit und Schadstofffreiheit. Im Sinne einer positiven CO2-Bilanz werden Baustoffe wiederverwendet, wie z.B. durch Einsatz von Recyclingbeton. Der Einsatz gesunder Materialien wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden aus. Im Zusammenspiel mit begrüntem Innenhof und üppigen Dachgärten entsteht eine gesunde und nachhaltige Arbeitswelt, die auch zum Arbeiten an der frischen Luft einlädt.
Die Pflanzen im Außenraum übernehmen kühlende und luftreinigende Funktionen und erzeugen Sauerstoff. Im Zusammenspiel mit Bienenkästen tragen sie zur Biodiversität im Stadtteil bei und stärken das lokale Ökosystem. Horizontale Grünflächen dienen als Retentionsflächen und ermöglichen die Nutzung von Regenwasser.
Weitere Maßnahmen sind eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung, die Nutzung von Grundwasser zur Gebäudetemperierung sowie ein energieeffizientes, langlebiges ETFE-Dach über dem Atrium, das durch sein geringes Gewicht Konstruktionsmaterial einspart.

©Loomuilx

Der schlanke ‚Zweischeiben-‘Hochpunkt des LVR-Hauses bildet zusammen mit dem Triangel-Hochhaus eine Landmarke gegenüber dem Dom auf der anderen Rheinseite.

Work in Progress

Grundsteinlegung, August 2025

©kadawittfeldarchitektur
©Bastian Geza Aschoff/ LVR
©kadawittfeldarchitektur
©kadawittfeldarchitektur

Mit der Grundsteinlegung haben wir den symbolischen Startschuss für den Neubau des LVR gesetzt. Wir danken allen Projektbeteiligten, die diesen wichtigen Schritt möglich gemacht haben und freuen uns auf den weiteren gemeinsamen Weg bis zur Fertigstellung!

Baustellenupdate, März 2025

26. August 2024
Spatenstich für den LVR am Ottoplatz in Köln

Heute erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Büro- und Verwaltungsgebäudes mit Tiefgarage für den Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Ottoplatz in Köln-Deutz.

In dem weithin sichtbaren Gebäudekomplex, der aus einem 18-geschossigen Hochhaus und einer daran anschließenden fünf- bis sechsgeschossigen Mantelbebauung besteht, entstehen über 1000 Arbeitsplätze.

Mit gastronomischen Angeboten im Sockelbereich wendet sich das Gebäude dem Ottoplatz zu und unterstützt dessen stadträumliche Qualitäten. Das großzügige Foyer, das Mantelbebauung und Hochhaus verbindet, bildet den Zugang zum Büroturm. Die öffentlichkeitsrelevanten Bereiche wie Konferenzräume und Cafeteria gruppieren sich um ein zentrales Atrium und erschließen die südlichen Bürogeschosse mit begrüntem Innenhof.

posted by
Eva Syllwasschy