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Freiraum Maxglan

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Wie schafft man private Gärten und halböffentliche Aussenräume in einem öffentlichen Park?

Typologie Wohnen, Städtebau Bauvolumen 356 Wohneinheiten, BGF ca. 49.200 m², BRI ca. 167.750 m³ Bauherr Gemeinnützige Wohn-und Siedlungsgenossenschaf t „Salzburg“, reg. Gen.m.b.H.| Salzburger Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungswirtschaftsgesellschaft m.b.H. | Alpine Bau GmbH | Ing. W. Steiner Bau Gesellschaft m.b.H.| Gemeinnützige Salzburger Wohnungsbaugesellschaft m.b.H. | Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. | Steiner & Wanner Wohnbau Gesellschaft m.b.H Realisierung 2011–2014 Wettbewerb 1. Preis – 2010

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#Masterplan für das Gelände der ehemaligen Struberkaserne in Salzburg mit 356 geförderten Miet-, Mietkauf- und Eigentums-Wohnungen, Kindergarten und Stadtteilpark #Planung von drei Wohninseln

Der Entwurf kehrt die Aufgabenstellung um: Der Stadtteilpark entsteht nicht als Restfläche innerhalb eines dicht bebauten Terrains, vielmehr bleibt vorrangig ein atmosphärischer, verkehrsfreier und öffentlicher Freiraum bestehen, in dem locker verteilt Wohninseln angeordnet sind.

Foto Andreas Horsky

 

Auf fünf Decks werden unterschiedliche Baukörper zu kompakten Wohnparzellen zusammengefasst, die wie Schollen auf rund 1,50m Höhe über dem Parkgelände zu ‚schweben‘ scheinen.
Die natürliche Hierarchisierung der Freiräume für Bewohner und Besucher der Parkanlage differenziert den räumlichen Übergang zwischen dem öffentlichen Park, dem halböffentlichen „Bewohner-Hof“ auf der Scholle und den privaten Terrassen, Gärten und Balkonen. Prägendes Element der Wohnanlage ist der die Gebäudeensembles umgebende Screen aus farbigen Lamellen, der sich um die Außenflächen der Schollen legt. Die farbigen Aluminiumrohre sind dem dunkel folierten Wärmedämmverbundsystem vorgehängt und nehmen die natürlichen Farben der umgebenden Parklandschaft auf. Im Gegensatz hierzu stehen die hellen Putzflächen der inneren, den Quartiershöfen zugewandten Gebäudefassaden, die durch die Balkonbrüstungen gegliedert werden. Jede Scholle erhält durch die individualisierte Freiraumgestaltung und die differenzierte Gebäudekubatur ihren eigenen Charakter. Ein kleines Geschäftszentrum, der neue Kindergarten und das nachhaltige Mobilitätskonzept (unter den Schollen angeordnete Parkplätze, E-Bikes, Car-Sharing, ÖPNV- und überregionale Radwegenetz-Anbindung) sichern die Zukunftsfähigkeit der neuen Wohnanlage.

Foto Werner Huthmacher

„…Man kennt natürlich eher die Leute auf der eigenen ‚Insel‘… Es sind nette Bekanntschaften und Freundschaften entstanden und es gibt Mitbewohner, die einander grüßen, aber nicht mehr.“
Magister Gerhard Vitzthum | Freiraum-Bewohner *

Foto Werner Huthmacher
Foto Andreas Horsky

„Ich schaue auf das Tennengebirge, das Lattengebirge und den Hohen Staufen. Die Südwest- und -Westausrichtung sorgt für Helligkeit. Mit Ausnahme der Starts und Landungen von lauten Flugzeugen an manchen Tagen ist es sehr ruhig. Die Sonnenuntergänge sind schon fast kitschig schön…“
Magister Gerhard Vitzthum | Freiraum-Bewohner *

„…Ja ich glaube das Konzept der abgestuften Nutzungshierarchien ist aufgegangen. Ich denke, dass die Schwellen und Übergänge vom Privaten zum Öffentlichen gelungen sind…“
Dipl.-Ing. Peter Riepl, 2010 Vorsitzender des Gestaltungsbeirats *

Foto Werner Huthmacher

* alle Zitate aus:

‚TAX vom Zwischenraum zum Stadtteil‘
von Heinrich Breidenbach und Roman Höllbacher | Verlag Anton Pustet