Projekte

RAG Parkhaus

Glück auf – freier Blick aufs Welterbe!

Typologie Parkhaus, Park Bauvolumen Parkebene: ca. 8.700m² BGF | Landschaftsplatte: ca. 8.800m² BGF Bauherrin Projektgesellschaft Zollverein Im Welterbe 10 mbH & Co.KG Architektur kadawittfeldarchitektur Realisierung 2017-2018 Auszeichnungen Polis Award 2019 – Shortlist, DAM Preis 2020 – Shortlist

PDF-Download

#Parkhaus erhält Blick aufs UNESCO-Weltkulturerbe

Ergänzend zum Verwaltungsgebäude der RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft sollte auf dem Areal der UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein ein Parkhaus mit rund 350 Stellplätzen entstehen. Glücklicherweise ließ sich der Bauherr überzeugen, keine Standard-Parkgarage zu bauen. Stattdessen wurde ein ins Erdreich eingelassenes Parkdeck realisiert, das den Blick auf die Kokerei unverstellt lässt und mit seinem Dach ein begrüntes Plateau schafft – offen und zugänglich für die Öffentlichkeit.

Foto: ©Nikolai Benner

„Jeder Quadratmeter Welterbe ist wertvolle Fläche“ – Leitsatz der Planung

Querschnitt

Die ins Erdreich eingelassene Parkebene wird von einer öffentlich zugänglichen, begrünten Dachpalette überspannt. Zugänglich ist sie über drei Treppen und eine Rampe. Sitzbänke laden zum Verweilen ein, Pfade knüpfen an das umgebende Wegenetz an und bieten Shortcuts.

Foto: ©Nikolai Benner
Foto: ©Nikolai Benner

Durch die ins Gelände eingelassene Parkebene bleibt der Blick auf das Weltkulturerbe unverbaut, das Welterbe für Besucher sowie die Mitarbeiter:innen des RAG-Verwaltungsgebäudes weiterhin sichtbar und erlebbar.

Foto: ©Nikolai Benner

Die großzügige Treppe lädt zum Begehen und und Nutzen des Daches ein und bietet zugleich Sitzgelegenheiten mit Blick auf die industrielle Kulisse. An ihren Seiten führen separierte Fahrradrampen auf die Parkebene.

Foto: ©Nikolai Benner
Grundriss Parkebene

Im luftigen, übersichtlichen Parkdeck entstanden 357 PKW-Stellplätze mit Ladesinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mit seiner rohen, unverkleideten Konstruktion fügt sich das Parkdeck selbstverständlich in die industrielle Ästhetik der Umgebung ein.

Durch den Verzicht auf Außenwände und die umlaufende, großzügige Öffnung zum Außenraum entsteht ein offener Charakter, die unterirdische Parkebene verschmilzt optisch mit dem Außenraum.

Foto: ©Nikolai Benner
Foto: ©Nikolai Benner