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Kraftwerk Lausward

Let There Be Light -
Gebautes Logo für einen Energieversorger

Typologie Kraftwerksfassade, Stadtfenster mit Besucherplattform Bauvolumen Stadtfenster mit Besucherplattform BGF 1.620 m², BRI 33.500 m³; Fassadenfläche gesamt ca. 24.000 m², davon ca. 2.700 m² Glasfassade Stadtfenster Bauherr Stadtwerke Düsseldorf Anlagentechnik Siemens AG Realisierung 2012–2016 Wettbewerb 2012 – 1.Preis Auszeichnungen Sonderpreis Industriebaupreis 2016, AIV – Bauwerk des Jahres 2016, Iconic Awards 2017, BDA Düsseldorf Auszeichnung guter Bauten 2017 – Anerkennung

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#Gestaltung der Gebäudehülle des neuen Erdgaskraftwerks am Düsseldorfer Rheinbogen in unmittelbarer Nähe zu Hafen und Innenstadt #Neubau einer Besucherplattform als Aussichtsplattform

Die Fassade verbindet Aussichtsplattform und Kraftwerkskomponenten zu einem Gebäudekomplex, der durch das Wechselspiel von geschlossenen Rahmen und nachts beleuchteten Fugen zum gebauten Logo für den Energieversorger der Stadt wird.

Das neue hocheffektive und klimaschonende Erdgaskraftwerk liegt weithin sichtbar direkt am Rheinbogen und markiert als optische Dominante die südwestliche Grenze der Stadt. Eine Fassade aus Stahlrahmen verleiht den unterschiedlichen Gebäudeteilen des neuen Kraftwerks ein gemeinsames Kleid. Die einzelnen Module können auf jegliche Anforderungen aus dem Inneren reagieren. Gleichzeitig wird das große Gesamtvolumen durch die Rhythmisierung verträglich gegliedert. Das abschließende und größte Rahmenelement im Nordosten der Anlage bildet das sogenannte ‚Stadtfenster‘, das den Kraftwerks-Schornstein – den Hochpunkt der Anlage – einhüllt. Mit einem Aufzug gelangt man auf eine Aussichtsplattform in ca. 45m Höhe, von wo aus geführte Besuchergruppen durch die verglaste Fassade nach Süden über die Anlage bis nach Köln und nördlich über den Rhein auf Düsseldorf blicken können.

Foto Jens Kirchner
Foto Jens Kirchner

Der Neubau befindet sich auf der Lausward – südlich der Innenstadt am Düsseldorfer Rheinbogen in unmittelbarer Nähe des Hafens. Aufgrund der Lage im Schatten der alten Kraftwerksblöcke lag die Herausforderung für den Neubau vor allem darin, das „Miteinander“ beider Anlagen als Ensemble zu stärken und der Symbiose von Alt und Neu eine Wirkung zu verschaffen. Gleichzeitig sollte sich das neue Kraftwerk wie ein einprägsames, gebautes Logo freispielen, aus der Ferne präsent sein und aus der Nähe offen und einladend wirken.

Foto Jens Kirchner

Das abschließende und größte Rahmenelement im Nordosten der Anlage bildet das sogenannte 60m hohe ‚Stadtfenster‘, das den Kraftwerks-Schornstein – den Hochpunkt der Anlage mit ca. 63m Höhe – einhüllt.

Foto Jens Kirchner
18. Dezember 2017
BDA Auszeichnung guter Bauten 2017 für das Kraftwerk Lausward
posted by
Burkhard Floors
Darstellung Bollinger Grohmann

Das Tragwerk des Stadtfenstergebäudes besteht aus einer unabhängig vom Kesselhaus und vom Erschließungsturm errichteten Stahlfachwerkkonstruktion.

Die Untersicht des Stadtfensterdaches und die Seitenwände sind mit einer Lamellendecke aus gekanteten Aluminiumblechlamellen abgehängt. Diese dient als Reflexionsfläche für die nächtliche Beleuchtung und bietet ausreichende Lüftungsquerschnitte für die Entrauchung und Entlüftung.