Der Entwurf entstand in engem Dialog mit den späteren Nutzer:innen. In Workshops mit den Instituten und den Fachabteilungen der RWTH wurden Arbeitsabläufe, technische Anforderungen und zukünftige Kooperationsformen gemeinsam entwickelt und in eine räumliche Organisation übersetzt.
Daraus entwickelte sich das zentrale Konzept einer gemeinsamen Forschungsebene im Erdgeschoss. Sämtliche Laborbereiche – von chemischen und physikalischen Laboren bis zu den Reinräumen – sind hier entsprechend ihrer funktionalen Anforderungen zusammengeführt. Die Konzentration auf einer Ebene verkürzt Wege, erleichtert gemeinsame Arbeitsprozesse und fördert den interdisziplinären Austausch. Gleichzeitig erfüllt sie die besonderen Anforderungen schwingungssensibler Labore und unterstützt effiziente logistische Abläufe.
Über der Forschungsebene sind die Institutsbereiche ringförmig um einen zentralen Lichthof organisiert. Die kompakte Zweibundstruktur schafft kurze Wege, ermöglicht die natürliche Belichtung aller Arbeitsbereiche und fördert vielfältige Sicht- und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Instituten. Gemeinsam mit den Seminar- und Besprechungsräumen der Verbindungsspange entsteht so eine Forschungsumgebung, die Austausch, Zusammenarbeit und Innovation räumlich unterstützt.