Projekte

ETM Melaten

Gateway to Innovation –
Ein Eingangsportal für Forschung und Austausch

Typologie Bildung, Forschung Bauvolumen BGF 11.217m², BRI 57.479m³ Bauherr Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Nutzer:in RWTH Aachen, Institut für Elektrotechnik Architektur kadawittfeldarchitektur Generalplanung Arge Borgmann und Partner mit kadawittfeldarchitektur Realisierung 2018–2023  Inbetriebnahme 2025 Verhandlungsverfahren 1. Preis – 2013 Projektleitung Volker Steinbrenner (bis LP5), Elisabeth Borghetto (ab LP5)

Brief Neubau des 2. Bauabschnittes der Fakultät Elektrotechnik auf dem Campus Melaten der RWTH Aachen.
Added Value In enger Abstimmung mit den fünf verschiedenen Nutzer:innen des Neubaus wird eine institutsübergreifende Laborebene etabliert, die die Kommunikation und Zusammenarbeit aller Mitarbeiter:innen fördert und eine effiziente Gebäudetechnik ermöglicht.

©Jens Kirchner

Das weit auskragende Dach markiert mit einer einladenden Geste den Haupteingang.

Mit dem Neubau eines Institutsgebäudes und eines Reinraumzentrums entsteht der zweite Baustein der Neustrukturierung des RWTH-Campus Melaten. Der Entwurf schafft die räumlichen Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Forschungslandschaft, in der Elektrotechnik und Physik enger zusammenarbeiten und gemeinsame Infrastruktur nutzen.

Drei Baukörper – Institutsgebäude, Reinraumzentrum und Verbindungsspange – bilden ein Ensemble, das die vorhandenen Campusstrukturen aufnimmt und weiterentwickelt. Es vermittelt zwischen Bestand und Erweiterung, zwischen unterschiedlichen Maßstäben und Geländeniveaus sowie zwischen Forschung, Lehre und öffentlichem Campusraum.

©kadawittfeldarchitektur

Die drei Neubauten ergänzen passgenau die Bestandsbauten und binden diese in das Ensemble mit ein.

©kadawittfeldarchitektur

Die Verbindungsspange verknüpft die Bauten miteinander und bindet das Ensemble mit zwei Zugängen auf unterschiedlichen Niveaus in das Wegenetz des Campus ein.

Das Reinraumzentrum ergänzt die bestehende Forschungsinfrastruktur als eigenständiger Baustein zwischen dem Zentrallabor für Mikro- und Nanotechnologie und dem eLab – Elektromobilitätslabor, das Institutsgebäude setzt den westlichen Abschluss der Gebäudereihe. Die Verbindungsspange verknüpft diese als kommunikatives Rückgrat auf der Südseite und bindet das Ensemble mit zwei Zugängen auf unterschiedlichen Niveaus in das Wegenetz des Campus ein. Hier kreuzen sich die Wege der Studierenden – vielfältige Begegnungen und wissenschaftlicher Austausch werden ermöglicht. Integrierte Seminar- und Besprechungsräume fördern den institutsübergreifenden Austausch zusätzlich.

©Jens Kirchner

Die markanten gelben Deckenuntersichten setzen sich in den inneren Erschließungswegen fort.

©Jens Kirchner
©Jens Kirchner

Die Verbindungsspange prägt zugleich die Identität des Ensembles. Ihr weit auskragendes Dach markiert den Haupteingang und formuliert eine einladende Geste zum öffentlichen Raum. Umlaufende weiße Brüstungsbänder verbinden das plastisch gestaltete Institutsgebäude und die Spange zu einem architektonischen Ganzen. Identitätsstiftende gelbe Deckenuntersichten unterstützen die horizontale Gliederung, betonen die Eingänge und verdichten sich im Vordach zu einem prägnanten Motiv. Im Inneren setzen sie sich als orientierungsstiftendes Element fort: Sie begleiten die Erschließungswege und entwickeln sich im Bereich der Treppen zu markanten vertikalen Akzenten.

©Jens Kirchner
©Jens Kirchner
©Jens Kirchner
©Jens Kirchner

Weiße Bandfassaden spiegeln die Nutzung des zugleich schlichten und skulpturalen Institutsgebäudes nach außen.

Im Erdgeschoss sind sämtliche Laborbereiche zusammengeführt.

Die Instituts- und Seminarräume konzentrieren sich in den Obergeschossen.

Der Entwurf entstand in engem Dialog mit den späteren Nutzer:innen. In Workshops mit den Instituten und den Fachabteilungen der RWTH wurden Arbeitsabläufe, technische Anforderungen und zukünftige Kooperationsformen gemeinsam entwickelt und in eine räumliche Organisation übersetzt.

Daraus entwickelte sich das zentrale Konzept einer gemeinsamen Forschungsebene im Erdgeschoss. Sämtliche Laborbereiche – von chemischen und physikalischen Laboren bis zu den Reinräumen – sind hier entsprechend ihrer funktionalen Anforderungen zusammengeführt. Die Konzentration auf einer Ebene verkürzt Wege, erleichtert gemeinsame Arbeitsprozesse und fördert den interdisziplinären Austausch. Gleichzeitig erfüllt sie die besonderen Anforderungen schwingungssensibler Labore und unterstützt effiziente logistische Abläufe.

Über der Forschungsebene sind die Institutsbereiche ringförmig um einen zentralen Lichthof organisiert. Die kompakte Zweibundstruktur schafft kurze Wege, ermöglicht die natürliche Belichtung aller Arbeitsbereiche und fördert vielfältige Sicht- und Kommunikationsbeziehungen zwischen den Instituten. Gemeinsam mit den Seminar- und Besprechungsräumen der Verbindungsspange entsteht so eine Forschungsumgebung, die Austausch, Zusammenarbeit und Innovation räumlich unterstützt.

©Jens Kirchner

Die Institutsbereiche sind über der Forschungsebene rungförmig um einen Innenhof organisiert.

©Jens Kirchner

Flurbereich im Erdgeschoss.

©Jens Kirchner

Reinraumlabor

©Jens Kirchner

Laborflächen im Erdgeschoss

©Jens Kirchner

Arbeitsraum im Obergeschoss des Institutsgebäudes