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PANDION The Shelf

Typologie Büro Bauvolumen BGF 24.000 m² (unterirdisch und oberirdisch) Vermietbare Fläche ca. 18.000 m², 80 PKW-Stellplätze in der eingeschossigen Tiefgarage, 8 mgl. Ladestationen für Elektrofahrzeuge, 190 Fahrradstellplätze in der Tiefgarage Bauherr/in PANDION Real Estate GmbH Architektur kadawittfeldarchitektur  konkurrierendes Planungsverfahren 2017 – 1. Preis  Realisierung 2021 Nachhaltigkeit DGNB Gold

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Foto: HGEsch
Foto: HGEsch

#PANDION The Shelf

Brief Neubau eines Gebäudeensembles im historisch gewachsenen Gewerbegebiet in Friedrichshain-Kreuzberg.

Added Value Mitten im Kreuzberger Kiez entsteht mit dem begrünten Innenhof ein lebendiger Ort, der sich durch seine trichterförmige, zweigeschossige Erschließung zum Straßenraum hin öffnet.

PANDION The Shelf – GewerbeHöfe Prinzenstraße, Berlin | Germany Mitten in Friedrichshain-Kreuzberg ist ein fünf-bis sechsgeschossiges Gebäudeensemble entstanden, das den Blockrand an der Ecke Prinzenstraße/Ritterstraße schließt. Der Entwurf sieht eine großzügige zweigeschossige und trichterförmige Öffnung zur Prinzenstraße vor, durch die der lebendige Stadtraum bis in den Innenhof des Grundstücks fließt. Der begrünte Innenhof, eine Reminiszenz an die historischen Berliner Höfe, dient als gemeinsame Lobby für alle Nutzer*innen des Bürogebäudes. In den vier Hofecken sind verglaste Kerne mit großzügigen Empfangszonen angeordnet, die auf allen Ebenen die flexiblen, für alle Bürotypologien geeigneten Mietflächen erschließen. Ein etwas ruhigerer begrünter Außenhof ergänzt das Ensemble und soll primär als Rückzugs- und Arbeitsort dienen. Die Fassade nimmt mit ihrer Tonalität und Gliederung Bezug auf die Umgebung, bereichert als mit Leben gefülltes „Stadt-Regal“ Straßenraum und Innenhof und gibt dem Projekt seinen Namen.

 

Foto: HGEsch

Die Fassade als „Stadt-Regal“

Durch ihre Gliederung nimmt die Fassade Bezüge aus der Nachbarschaft auf, interpretiert sie zeitgemäß und gibt dem Projekt seinen Namen. Angelehnt an die stringente Struktur der Fassaden alter Gewerbehöfe, wirkt die abwechslungsreiche Gliederung wie ein Setzkasten, in dem jede/r Nutzer/in ihren/ seinen eigenen Platz hat. Der warme Goldton der vorgelagerten Fassadenelemente mit außenliegendem Sonnenschutz harmoniert durch seine Lichtreflexionen mit der angrenzenden Umgebung. Über einzelne Loggien fällt das Licht bis tief in den Innenraum hinein und fördert den Dialog zwischen Innen und Außen. Durch die Filigranität und Materialität der Fassaden erhält der Neubau eine ablesbare Identität und behauptet sich so architektonisch in seiner Umgebung. Langfristig offen für verschiedene Nutzungsszenarien, spiegelt das „Stadt-Regal“- die mögliche Nutzungsmischung nach außen hin wider. Das Gebäude öffnet sich mit einer freundlichen Geste zur Prinzenstraße hin und der Stadtraum fließt wie selbstverständlich in den Innenhof. Der großzügige zweigeschossige Gebäudezugang schafft zusätzliche Fassadenfläche im Erdgeschoss und einen überdachten Zugang.

Foto: HGEsch

In zentraler Lage im Berlin Friedrichshain – Kreuzberg gelegen, ein Katzensprung vom U-Bahnhof Moritzplatz entfernt, ist das Gebäudeensemble PANDION The Shelf in der Prinzenstraße Teil eines historisch gewachsenen Gewerbegebiets. Bekannt ist der Kiez für seine sozial gemischte Bevölkerung, kreative Lebensentwürfe sowie sein vielseitiges Nacht- und Kulturleben. Auf dem Eck-Grundstück Prinzenstraße/Ritterstraße nimmt das fünf- bis sechsgeschossige Ensemble stadträumlich eine prominente Stellung ein. Die Nachbarbebauung ist sehr heterogen geprägt. So befinden sich in der Nachbarschaft Bauten wie die Butzke-Werke und das prägende Modulor-Haus direkt am Moritzplatz.

Der Hof als Lobby

Diese besondere Erschließung trägt dem Berliner Hinterhof Rechnung und führt die langjährige Tradition des historischen Gewerbeareals fort. Die für Berlin typischen zusammenhängenden Hofkomplexe entwickelten sich im Zuge der städtischen Verdichtung zum Ort des alltäglichen Austausches des 19. Jahrhunderts. Dieser Hinterhofcharme soll auf den Neubau übertragen werden. Mit seiner Aufgabe als übergeordnete Lobby erhält der Innenhof durch seine Terrassendecks, die als Sitzmöbel oder Pflanzbecken dienen. zusätzliche Aufenthaltsqualität. Eine besondere Atmosphäre verleiht ihm der von Lichtplaner*innen jack be nimble angefertigte Kronleuchter. Mit 40 Leuchtköpfen ausgestattet und einem Gesamtdurchmesser von acht Metern, überspannt er den gesamten Innenhof.

Der Stadtraum fließt wie durch einen Trichter in den Innenhof

Der Hof als Verteiler Erschließung aller Einheiten über den Innenhof

Foto: HGEsch
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Alle Büroebenen können vom Innenhof aus über die vier Hofecken, in denen die Erschließungskerne angeordnet sind, erschlossen werden. Die daran anknüpfenden großzügigen Empfangszonen sind plastisch abgesetzt und dienen einer eindeutigen Adressbildung.

Eingangssituation eines für Berlin typischen Hinterhofs

 

Maximale Flexibilität

Unzeitgemäße Bürolandschaften haben ausgedient. Dem persönlichen Austausch und effizienten Arbeiten zuträglich ermöglicht das modulare Grundrissraster flexible Bürotypologien, welche sich leicht an die Bedürfnisse künftiger Nutzer*innen anpassen lassen. Ohne große Umbaumaßnahmen lassen sich die Mittelzonen der Kombi-Büroeinheiten in voller Breite um die Kerne führen oder je nach Bedarf alle Geschosse mit klassischen Zellen oder individuellen Kombi-Büros mit breiteren Mittelzonen bestücken.

Foto: Schnepp Renou

 

 

 

Für die wohlverdiente Pause an der frischen Luft bietet The Shelf neben dem Innenhof eine Vielzahl von Außenbereichen: 18 Loggien, eine große Balkonterrasse, eine Dachterrasse sowie ein Gemeinschaftsgarten, der für innerstädtisches Gärtnern genutzt werden kann. Als Refugium für Vögel und Insekten geplant, können Nutzer*innen ihr eigenes Gemüse anbauen. Die Dachterrasse steht ebenfalls im Zeichen des informellen Treffens: als gemeinschaftliche Fläche genutzt, können hier Möglichkeiten für Austausch zwischen verschiedenen Mieter*innen stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Schnepp Renou
Foto: HGEsch
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Foto: kadawittfeldarchitektur
Foto: HGEsch

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