Projekte

Moringa

One Step Ahead –
Kann ein Haus die Luft verbessern,
die Umgebung kühlen und
die Nachbarschaft stärken?

Typologie Wohnen Bauvolumen Grundstücksfläche ca. 4.730m²; BGF ca. 19.000m² (oberirdisch); davon ca. 11.900m² Mietwohnungen, ca. 190 Wohneinheiten (33 Prozent öffentlich gefördert), Tiefgarage mit ca. 400 Fahrrad- und rd. 50 PKW-Tiefgaragenstellplätze, davon 30% für Car-Sharing Bauherr Moringa GmbH by Lanmarken Projektentwickler Landmarken AG Anhandgabe mit Ideenträgerkonzept durch die Stadt Hamburg – 2020 Realisierung 2021 – 2024

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#Neubau eines nachhaltigen Wohnhochhauses in der HafenCity Hamburg

Das erste deutschlandweite Wohnhochhaus nach dem Cradle-2-Cradle Prinzip bietet mit begrünten Flächen am und auf dem Gebäude Erholungsorte für Bewohner und Besucher und erhöht die Luftqualität und Biodiversität im gesamten Quartier.

Visualisierung rendertaxi | Moringa GmbH by Landmarken

Im Elbbrückenquartier der HafenCity Hamburg, am nördlichen Ufer des Baakenhafens entsteht ein Wohnkomplex aus drei Bauteilen, die sich um einen grünen Innenhof gruppieren. Dem Cradle-2-Cradle-Prinzip folgend, werden rezyklierbare und gesunde Materialen sortenrein trennbar, rückbaubar und wiederverwertbar zueinander gefügt. Insgesamt entsteht, horizontal und vertikal, mehr Grünfläche als überbaut wird. Die grüne Fassade übernimmt kühlende und luftreinigende Funktion, erzeugt Sauerstoff, trägt zur Biodiversität in der Stadt bei, prägt den Lebensraum der Bewohner und bestimmt das Gebäude gestalterisch mit. Horizontale Grünflächen dienen zudem als Retentionsflächen und zur Gewinnung regenerativer Energie, vor allem aber der privaten und gemeinschaftlichen Nutzung, für Erholung, Urban Farming, Arbeiten und Austausch. Als reines Mietgebäude mit variablen Grundrissen und einem Drittel geförderten Wohnungen wendet sich der Neubau an unterschiedliche soziale Schichten. Integriert sind Co-Living und Co-Working mit gemeinschaftlich genutzen Aufenthaltsräumen und Küchen sowie per App belegbare Multifunktionsräume, eine Kita, Gastronomie, Handel und differenzierte Freiräume auf Terrassen, Balkonen und im Hof.

Visualisierung rendertaxi | Moringa GmbH by Landmarken

“‚Moringa‘ wird als grüne Oase einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des Klimas und der Luftreinheit in der HafenCity leisten und die Lebensqualität seiner Bewohner und des umgebenden Quartiers steigern.”
Gerhard Wittfeld

Mehr als 100% der Grundstücksfläche des Moringa sollen durch begrünte Fassaden und Grünflächen an die Natur zurückgegeben werden.

Die Bepflanzung kann hier nicht nur als ‚Grüne Lunge‘ des Quartiers wirken, indem sie Sauerstoff produziert, den Feinstaub reduziert, Kohlendioxid und Stickstoff bindet und im Sommer zur Kühlung des Klimas beiträgt. Sie bietet Lebensraum für verschiedene Lebewesen, sorgt für Artenvielfalt im städtischen Raum und schafft nicht zuletzt auch für die Bewohner und Anrainer einen Ort zur Entspannung.

Visualisierung rendertaxi | Moringa GmbH by Landmarken
Fassadenkonstruktion

Ein besonderer Vorteil der geplanten Fassaden-konstruktion aus Holz ist der modularer Aufbau. Die Voraussetzung für die Kreislauffähigkeit des Gebäudes ist die Trennbarkeit der Bauteilschichten, die einfache Demontage und die Recyclingfähigkeit des Materials (Holzkaskade).

“Das erste C2C-inspirierte Wohnhochhaus Deutschlands schafft mit einem hybriden Nutzungsmix und einer Reihe räumlicher Angebote Mehrwerte, die dem ganzen Quartier zugutekommen.”
Gerhard Wittfeld

Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines lebendigen Quartiers leistet der geplante Nutzungsmix des Gebäudes. Im Unter- und Erdgeschoss soll es neben einer Kita mit Außenbereich auch Flächen für Gastronomie, Handel sowie Veranstaltungs- und Co-Working-Spaces geben.

Bauteil 1
Geförderter Wohnraum für
Singles, Paare und Familien
(1. bis 6. OG)
Kindertagesstätte mit Außenbereich
für 80 Kinder
Laden, Kiosk
Gemeinschaftsflächen

Bauteil 2
Co-Living (EG bis 6. OG)
Co-Working im EG
Gemeinschaftsflächen
Veranstaltungsräume,
Dachterrasse
und Urban Farming

Bauteil 3
Freifinanzierte Wohnungen
(1. bis 12. OG)
Gastronomie im Warftgeschoss
Café im EG
Dachterrasse

Gebäude als Rohstofflager

Das Ziel, über 50% von mindestens drei Bauteilgruppen als zerstörungsfrei demontierbare Konstruktion umzusetzen und die sortenreine Trennung von Schichten zu garantieren, trägt einem längst überfälligen Paradigmenwechsel Rechnung: Wir müssen das Bauwesen langfristig zu einer Kreislaufwirtschaft entwickeln, die Gebäude als Materiallager versteht. Statt Müll und Entsorgungskosten zu produzieren, wird ein wirtschaftlicher Mehrwert generiert und Ressourcen geschont. Dem Urban Mining-Gedanken entsprechend, werden Gebäude zur Materialanlage und Materialkreisläufe geschlossen.