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50Hertz Netzquartier

Kooperation -
vier Augen können mehr

Typologie Bürogebäude Ort Berlin Bauvolumen BGF ca. 25.400 m², BRI ca. 105.000 m³ Bauherrin 50Hertz Transmission GmbH Architektur LOVE architecture and urbanism in Kooperation mit kadawittfeldarchitektur (1.BA: LP 2-8, 2.BA: LP 8) Interior 1.BA KINZO Berlin Realisierung 1.BA: 2014–2016, 2.BA 2023-2025 Wettbewerb 1. Preis – 2013 (2.Stufe) – LOVE architecture and urbanism Zertifizierung DGNB Gold, Zusatz Diamant; LEED Gold Auszeichnung Iconic Awards 2017 – Winner, Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2017 – 3. Platz, BDA-Berlin-Publikumspreis 2018, Nike Architekturpreis 2019 – Nominierung

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©HG Esch

Das Bürogebäude ist Teil des neuen, 85.000 qm großen Stadtquartiers ‚Europacity‘, das auf einem ehemaligen Bahnareal im Zentrum von Berlin, direkt nördlich des Hauptbahnhofs, entsteht.

 

 

#Neubau eines identitätsstiftenden, nachhaltigen Büro- und Verwaltungsgebäudes für die 50Hertz Transmission GmbH in der Berliner Innenstadt.

Die neue Firmenzentrale des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz steht in der Berliner Europacity neben der Nationalgalerie der Gegenwart und nur wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Der Entwurf basiert auf einem Wettbewerbsbeitrag des Grazer Architekturbüros LOVE architecture and urbanism ZT.

Das offene und einladende Gebäude besteht aus flexibel nutzbaren Bürodecks, die über ein außenliegendes Tragwerk verbunden sind. Als Referenz an 50Hertz erinnert das markante Zickzacklinien-Bild der geneigten Fassadenstützen an die Frequenz des Wechselstroms.

 

©HG Esch

An der zentralen Heidestraße gelegen, prägt das Gebäude mit seiner ikonischen Architektur die Europacity mit.

©HG Esch

Die Fassade verbindet ikonische Gestaltung mit maximaler Transparenz, Innen- und Stadtraum verweben sich miteinander.

©LOVE architecture and urbanism

Drei architektonische Elemente prägen das Gebäude: die horizontalen Ebenen, die markante, außenliegende Tragstruktur und die orangefarbenen Kerne. Zwei von ihnen sind leicht geneigt.

Das Gebäude entfaltet seine architektonische Wirkung aus dem Zusammenspiel dreier klar ablesbarer Strukturebenen: dem horizontalen Rhythmus der Geschosse, der markanten äußeren Tragstruktur und den, hinter den Fassaden sichtbaren, orangefarbenen Kernen.

Das äußere Tragwerk umspannt das Bauwerk wie ein Netz. Als prägendes architektonisches Element ähnelt es einer Wechselstromkurve und verweist so auf den Tätigkeitsbereich von 50Hertz. Zugleich ermöglicht es eine stützenfreie Fassadenebene im Innenraum und so eine vollständig flexible Nutzung. Durch den Verzicht auf einzelne Diagonalstreben entsteht eine spielerische Dynamik im Tragwerk unter Beibehaltung der konstruktiven Klarheit.

©HG Esch
©HG Esch

Mit seiner ikonischen Fassade hat das Gebäude bereits mehrere Auszeichnungen gewonnen – vom Iconic Award bis zum Publikumspreis des BDA-Berlin – und war für den Nike Architekturpreis nominiert.

©HG Esch

Die Kerne werden mit ihrer Farbgebung zu einem Gestaltungselement. Deutlich zeichnen sie sich hinter der Fassade ab.

©LOVE architecture and urbanism

3. Obergeschoss

Im Inneren entsteht eine offene, kommunikative Bürolandschaft. Loggien gliedern diese in überschaubare Teambereiche und integrieren den Außenraum in die Arbeitswelt. Sie sind Orte des informellen Austausches oder für die kurze Pause zwischendurch, können aber auch als alternativer Arbeitsplatz genutzt werden. Zugleich strukturieren sie die Büroflächen – schaffen differenzierte Zonen für Zusammenarbeit, Austausch und konzentriertes Arbeiten.

Eine flexible Möblierungsstrategie unterstützt diese räumliche Vielfalt. Die offenen Büroflächen lassen sich je nach Bedarf in Landschafts-, Hybrid- oder geschlossene Teambüros zonieren. Bereits während der Planungsphase konnten die einzelnen Abteilungen ihre Arbeitsumgebungen aktiv mitgestalten und an ihre spezifischen Anforderungen anpassen. So entstanden unterschiedliche Arbeitswelten mit individuellen Charakteren – keine Etage gleicht der anderen.

©Werner Huthmacher

Das Interior-Design stammt von KINZO.

©HG Esch

Im 1. Obergeschoss erweitert eine Außenterrasse die Kantine und bietet Essplätze im Freien.

©Andreas Horsky

Loggien und Dachterrassen auf allen Ebenen integrieren den Außenraum in die Arbeitswelt.

©LOVE architecture and urbanism

Neben dem großzügigen Foyer und dem Veranstaltungs- und Konferenzbereich befindet sich im Erdgeschoss auch eine Kita.