Brief Revitalisierung des Areals der ehem. Polizeischule zu einem Urbanen Quartier | Added Value Das neue Quartier wird klimaresilient, in nachhaltiger Bauweise und mit vielfältigen Gemeinschaftsflächen geplant.
Typologie Konversion, Quartiersentwicklung Bauvolumen Grundstücksfläche 90.600 m2, BGF oi rd. 185.000 m², 15.500 Wohnungen, 77.500 qm Gewerbefläche Bauherrin ENO Capital GmbH & Co. KG vertreten durch KRUSE GmbH Architektur kadawittfeldarchitektur Landschaftsarchitektur Kraft.Raum. Energie- und Mobilitätskonzept Arup Interdisziplinäres Qualifizierungsverfahren 2025 – 1. Preis
Brief Revitalisierung des Areals der ehem. Polizeischule zu einem Urbanen Quartier | Added Value Das neue Quartier wird klimaresilient, in nachhaltiger Bauweise und mit vielfältigen Gemeinschaftsflächen geplant.
Einfügung des Quartiers in seine Umgebung.
Quartiersentwicklung ‚Ehemalige Polizeischule‘, Essen | Germany Auf dem rund 90.600 qm großen Areal der ehemaligen Polizeischule entsteht nur 15 Autominuten von der Essener Innenstadt entfernt ein neues urbanes Quartier mit rund 1.500 Wohnungen und 77.500 qm Gewerbefläche in nachhaltiger und klimaschonender Bauweise. Der integrative Grundrissmix bietet vielfältige Wohnformen für unterschiedliche Generationen, Lebensentwürfe und Einkommensgruppen und fördert eine sozial durchmischte Quartiersgemeinschaft.
Das Grundstück mit einem Höhenunterschied von acht Meter in Ost-West-Richtung liegt eingebettet zwischen der Bundesautobahn A52 im Norden und dem Grünzug ‚Beckmannsbusch‘ im Süden. Auf diese unterschiedlichen Qualitäten reagiert der Entwurf mit einer Gliederung in vier Zonen: Im Norden schützt eine geschlossene Gewerbeachse das Quartier vor den Lärmemissionen. An diese schließt eine urbane Mixed-Use-Achse an, gefolgt von zwei, dem Wohnen vorbehaltene Zonen. Zugleich wird die Bebauung zunehmend kleinteiliger und aufgelockerter – das Quartier verknüpft sich mit dem Wald im Süden, wodurch dieser zu einem integralen Bestandteil des Quartiers wird.
Die Bebauung staffelt sich von einem Gewerbeband an der A52 bis zu einer lockeren Wohnbebauung am Wald.
Drei differenzierte Erschließungsachsen durchziehen das Quartier.
Der Boulevard bildet zusammen mit einer Abfolge von Plätzen unterschiedlicher Atmosphären das Rückgrat des Quartiers.
Das Quartier wird in das regionale Fuß- und Radwegenetz integriert.
Das Gewerbeband schützt das Quartier vor den Lärmemissionen der A52.
Das Grün des Waldes wird in das Quartier hineingeführt und der Baumbestand weitestgehend erhalten.
Der neue Erschließungsloop basiert auf den existierenden Straßen und behält die bestehenden Zufahrten bei, sodass Erdarbeiten minimiert werden.
Die Bebauungsstruktur wird von Nord nach Süd immer kleinteiliger und körniger – ausgehend von der geschlossenen Gewerbeachse an der A52, die die Lärmemissionen abschirmt, verwebt sich das Quartier gen Süden zunehmend mit dem Wald.
Die Gewerbeachse entlang der Autobahn schirmt das Quartier vor den Lärmemissionen ab und schafft mit seiner differenzierten Gestaltung zugleich eine vielfältige Ansicht.
Die bisherigen Grundstückszufahrten sowie der Erschließungsloop werden erhalten und so aufwendige zusätzliche Erdarbeiten in der ausgeprägten Topografie vermieden. Zugleich ermöglicht die Zonierung der Bebauung ein eindeutiges, klar hierarchisiertes Erschließungskonzept, bestehend aus drei Achsen, die in West-Ost-Richtung das Quartier zwischen den Zonen durchziehen. Die nördliche ‚Gewerbeachse‘ erschließt die Büros und Gewerbeeinheiten. Über sie erfolgt die Hauptlogistik, die Zufahrten zu den Tiefgaragen der Büros befinden sich hier und es verkehrt der ÖPNV. Der zentrale Boulevard bildet die ‚Lebensader‘ des Quartiers. Autofrei und in das regionale Fußwegenetz eingebunden, spannt er sich zwischen dem urbanen, frequentierten Quartiersplatz im Osten und einem von Bestandsbäumen gerahmten Pocket-Park im Westen, der als inklusiver Treffpunkt Aufenthaltsangebote für Groß und Klein, Jung und Alt bietet. Dazwischen entstehen weitere vielfältige Aufenthaltsflächen mit unterschiedlichen Atmosphären und Angeboten, die zum Treffen, Spielen und Verweilen einladen. Cafés und Restaurants in den Erdgeschosszonen, Läden des täglichen Bedarfs und ein Nahversorger beleben den Boulevard zusätzlich. Im Süden erschließt eine verkehrsberuhigte Straße die Wohnbauten und erweitert das regionale Radwege-Netz.
Weiteren Einfluss auf die Quartierskonfiguration hatten die vorhandenen Grünstrukturen, die weitestgehend erhalten und in der Quartiersmitte zu einem ‚Bürgerpark‘ ausgeweitet werden. Dieser bildet zugleich eine Fuß- und Radverbindung zwischen Wald und Autobahnüberführung.
Gewerbeachse mit Büros und Mischnutzung
Zentraler, autofreier Boulevard mit Cafés und Läden in den Erdgeschosszonen und vielfältigen Trefpunkten und Aufenthaltsflächen im Außenraum
Verkehrsberuhigte Wohn- und Spielstraße
Der Pocket-Park – inklusiv für alle – egal ob groß oder klein, jung oder alt
Ergänzend wurde die Bebauung mithilfe von Simulationen hinsichtlich Windkomfort, Mikroklima, Besonnung- und Belichtung optimiert. Die Kaltluftschneise für die Essener Innenstadt bleibt unverbaut, Hitzeinseln werden vermieden und eine gute Belichtung für alle Bereiche sichergestellt. Die fünfeckige Kubatur des Hochhauses reduziert Windturbulenzen und seine Abstufungen verhindern Fallwinde am Boden ebenso wie auf den Terrassen.
Ein quartierseigenes, Geothermie gespeistes Nahwärmenetz versorgt das Quartier mit nachhaltiger Wärme. PV-Elemente auf den Dächern und an den Fassaden erzeugen Strom für den Wärmetauscher sowie E-Mobilität. Darüber hinaus wird der quartierseigene Strom den Bewohnern im Rahmen eines Mietermodells zur Verfügung gestellt.
Der Auftaktplatz bildet den urbanen, östlichen Startpunkt des zentralen Boulevards.














