Beethoven Festspielhaus Bonn 

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BRIEF Neubau eines Festspielhauses mit einem Konzertsaal für 1500 Besucher am Bonner Rheinufer in direkter Nähe zur bestehenden Beethovenhalle aus den 50er Jahren ADDED VALUE Das Ensemble aus neuer und alter Beethoven-Spielstätte auf einem gemeinsamen landschaftlichen Plateau verwandelt die Parkanlage in einen modernen Musik- Campus. Das respektvolle bauliche Nebeneinander von Alt und Neu erlaubt ein inhaltliches Miteinander  und stärkt das kulturelle Potential der Stadt.

BEETHOVEN FESTSPIELHAUS | BONN (DE) Die benachbarte Beethovenhalle des Architekten Wolske ist auf einem parkähnlichen Plateau situiert, das in den späten 50er Jahren gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Raderschall im Sinne der gemeinsamen Leitidee „Harmonie von Neubau und Landschaft“ entwickelt wurde.  Der Entwurf für das Festspielhaus  setzt das landschaftliche Plateau fort und greift den Höhenunterschied zur Rheinpromenade auf. Es entsteht eine sich schichtförmig erhebenden Gebäudekubatur ohne Ecken und Kanten. Die zum Haus gewordenen Höhenlinien setzten sich im Außenraum in Form von Treppenstufen zum Rhein hinunter fort. Der Innenraum entwickelt sich in die Gegenrichtung: Der Saal „gräbt“ sich in Anlehnung an ein Amphitheater nach unten in das Gelände und ist in der klassischen Form Vineyard angelegt. Durch diese Absenkung des Saals bleibt das Gebäude niedriger als die Beethovenhalle. Von der Theaterstraße aus gelangt man über den neuen Beethoven-Campus ebenerdig in das rundum verglaste Foyer, das zum Stadtbalkon wird. Von dort können die Besucher durch die verglaste „Fuge“ zwischen den Parkett-Terrassen und dem darüber angeordneten „Resonanzkörper“ (mit Balkonen) in den Saal und auf das Wasser schauen. Das Foyer führt komplett um den Saal herum und erlaubt stetigen Außenbezug.

Ort:
Bonn (DE)
Bauvolumen:
1500 Plätze
Wettbewerb:
2014
Verwandte Projekte:
Padua Auditorium
Konzerthaus

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